Paläogeographie der Zechstein-Zeit

Sehr schnell stößt das Meer mit Beginn der Zechstein-Zeit bis in den späteren nördlichen Oberrheingraben vor. Es kommt von Norden her über die hessische Senke. An der Meeresoberfläche gibts es viele Lebewesen, die nach ihrem Tod auf den Meeresgrund sinken. Wegen schlechter Durchlüftung und viel herabsinkender organischer Substanz ist das Wasser am Meeresboden sauerstofffrei und reich an Schwefelwasserstoff. Es lagert sich ein etwa 50 cm mächtiger schwarzer Tonstein ab, der reich ist an organischer Substanz und Sulfid-Mineralen. Es ist der sogenannte Kupferschiefer, der an vielen Stellen Deutschlands Ziel von Bergbau war. Da unter dem Kupferschiefer oft rote Sandsteine liegen, wurden diese Schichten von den Bergleuten schon früh Rotliegendes genannt. Über dem Kupferschiefer wurden Kalksteine abgelagert. In der hessischen Senke entstanden durch verdampfendes Meerwasser große Salzlagerstätten, die noch heute wegen ihrer Kalisalze unter Tage abgebaut werden.

Paläogeographie des Zechsteins

Abb. 1: Ausschnitt aus der paläogeographischen Karte der Zechstein-Zeit nach Boigk & Schöneich (1974).

Vollständige paläogeographische Karte der Zechstein-Zeit (234 KB)

zum nächsten Zeitabschnitt, der Buntsandstein-Zeit

Der Oberrheingraben
zur Startseite